Werbung auf Amazon – 5 große Herausforderungen meistern

Werbung auf Amazon – 5 große Herausforderungen meistern

Amazon gibt ordentlich Gas. Mit rasanter Dynamik und Geschwindigkeit entwickelt sich der Online Riese zu einem der zentralen Werbeschauplätze auch für E-Commerce-Unternehmen. Für 2018 werden Werbeumsätze von über 2 Milliarden US-Dollar erwartet. Wer am Ball bleiben und seine Online Marketing Möglichkeiten optimal ausschöpfen will, muss mitziehen. Der professionelle Einsatz von Werbung auf Amazon bietet Händlern die Chance, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Dadurch lässt sich ein enormes Umsatz- und Wachstumspotential realisieren – allerdings nicht ganz ohne Herausforderungen. Der Marketing Kanal ist vergleichsweise neu: die Full-Stack-Advertising-Plattform AMS. Sie bietet zwar viele Möglichkeiten, hat aber auch einige Tücken. Wir zeigen Ihnen, wo die fünf größten Challenges liegen – und wie sie am besten gemeistert werden können.

1. Kostenüberblick bewahren

Werbung kostet natürlich auch auf Amazon. Die Werbekosten pro verkauftem Produkt dürfen also keinesfalls eine bestimmte Größenordnung überschreiten. Ansonsten ist das Amazon-Geschäft für Händler nicht mehr rentabel. In der Praxis bedeutet das jede Menge manuellen Rechenaufwand. Das liegt vor allem an den sich häufig ändernden Rahmenbedingungen. Das sind beispielsweise die Verkaufspreise und Werbekosten pro Keywords und Produkt, die sich in Cost per Click niederschlagen. Behalten Sie also die Kosten-Umsatz-Relation gut im Auge.

2. Kampagnedaten öfters einsehen und speichern

Das sollten Sie vorab unbedingt wissen: AMS speichert die Daten der Kampagnen nur maximal 90 Tage lang. Wenn Sie also zum Vergleich zurückliegende saisonale Kampagnen ansehen wollen, sind diese nicht mehr verfügbar. Werden Sie daher selbst aktiv und sichern Sie Ihre Daten selbst – spätestens alle 90 Tage.

3. Konstantes Monitoring betreiben

Wer wissen will, wie erfolgreich die eigenen Kampagnen sind, benötigt zwingend ein konstantes Monitoring und Reporting. Das soll die zentralen Leistungswerte der Kampagnen exakt widerspiegeln. Momentan bedeutet das noch einen relativ hohen Aufwand. Wer den Amazon Marktplatz zu Werbezwecken nutzen möchte, muss sich bisher die Reportings für jede Kampagne einzeln manuell herausziehen. Die Rohdaten werden dazu im CSV-Format exportiert. Außerhalb von Amazon gibt es bereits technische Lösungen für das automatische Generieren der Daten. Vermutlich zieht Amazon irgendwann nach.

4. Brand Bidding vermeiden

Das Phänomen Brand Bidding beschreibt einen Vorgang, der auch Kunden irritiert. Was es bedeutet, verdeutlicht folgendes Beispiel: Ein Kunde sucht auf Amazon ein Fernseher von Samsung. Angezeigt bekommt er hingegen als Headline Search Ads Geräte von Hisense. Das passiert auch in der normalen Suchmaschinenwerbung oft. Genau das macht es allerdings insbesondere Anbietern mit einem umfangreichen Portofolio schwer, sich gegen eine derartige Konkurrenz zu wehren. Abhilfe schafft hier ein automatisiertes Bidding und die regelmäßige Überprüfung der Keywords.

5. Andere Online Marketing Möglichkeiten vergleichen

Neben Amazon ist auch Google Shopping derzeit im Aufwind. Daher ist es unter Umständen für Sie als Werbetreibenden sinnvoll, beide Kanäle gleichzeitig mit Werbung zu bestücken. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie die zentralen Key Performance Indicators KPI miteinander vergleichen. Das sind einfache und leicht verständliche Indikatoren, anhand derer die Leistung beispielsweise einer Kampagne gemessen und dargestellt wird. Bei Google Shopping lassen sich die Daten einfach und automatisiert verarbeiten. Bei Amazon hingegen  müssen Sie dazu wieder externe technologische Unterstützung heranziehen. Vermutlich kommt irgendwann eine Vereinfachung. Aber das kann noch dauern.

Fazit: Amazon bietet allerhand attraktive Werbemöglichkeiten und enormes Potential für das Internetmarketing. Für Hersteller und Marken, die ihre Sichtbarkeit erhöhen möchten, lohnt sich der Einstieg. Allerdings sollten Sie sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass Sie auch technologisch aufrüsten müssen.

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Bildquelle Beitragsbild: www.pixabay.com